Rehrücken zubereiten wie ein Profi

Rehrücken mit Kartoffeln und Tomaten-Speckbohnen

Wer sich auf meinem Blog schon mal umgesehen hat, der weiß, dass es verschiedene Kategorien gibt. In der Rubrik „Fisch + Fleisch“ ist die Auswahl nicht sonderlich groß, da ich kein allzu großer Fleischliebhaber bin.


Es gibt allerdings eine Ausnahme: Wild. Ich mag den Geschmack und sehe Wildfleisch als ein hochwertiges Nahrungsmittel ohne Hormone, Arznei und Futtermittelbeigaben.


Bislang gab es dennoch noch nie ein Wildrezept auf meinem Blog. Vorrangig, da ich diese vermeintliche „Kunst“ der Zubereitung immer Profis vorbehalten wollte. "So ein edles Stück Fleisch muss von Experten zubereitet werden."


…dachte ich. 😉 Gut, dass die absoluten Wild-Experten meine Eltern sind: Mein Vater, leidenschaftlicher Jäger und sogar Jagd-Chef der Gemeinde sowie meine Mutter, die jedes Stück Fleisch zur Perfektion bringt.


Vor allem meine Mutter weihte mich in die Art der Rehzubereitung ein und ich darf nun mein absolutes Lieblingsrezept mit euch teilen. Bei der Beilage durfte ich mich übrigens austoben und ich entschied mich für eine etwas neuartige, aber super leckere Tomaten-Bohnen-Speck-Variation.


Wie steht es um euren Wild-Konsum?

Zutaten: - 400 g Rehrücken - Wildgewürz - 2 El Olivenöl - 1 rote Zwiebel - 300 g Fisolen

- 250 g gehackte Tomaten (aus der Dose) - 50 g Speckwürfel - Salz, Pfeffer, 2 Zweige Bohnenkraut (Thymian ersatzweise)

- 300 g Kartoffeln

  • Portion: 2 Portionen

  • Aufwand: gering Der Schmortopf übernimmt die eigentliche Crux und schafft es, dass das Fleisch im Alleingang zart rosa wird.

  • Nährwerte: stark Wild liefert beachtliche Mengen an Eisen sowie B-Vitaminen und zählt zusammen mit Fisch zu den eiweißreichsten Fleischarten.

  • Michaelas Meinung: Ich habe meine Scheu vor Wild-Gerichten nun final ad acta gelegt und bin verblüfft über dieses schmackhafte und relativ einfache Gericht.

Anleitung:

1) Rehrücken trocken tupfen, mit Wildgewürz ordentlich würzen. Olivenöl erhitzen und das Fleisch darin rundum 2-3 Minuten scharf anbraten und aus der Pfanne nehmen. Den Rehrücken im vorgeheizten Backofen bei 80 Grad Heißluft im Schmortopf rund 10 - 15 Minuten rosa garen.


2) Kartoffeln gar kochen.


3) Kleingehackte Zwiebel mit Speckwürfel im Bratensatz erhitzen. Optional etwas zusätzliches Öl beimengen. Das Ende der Bohnen abzwicken und ebenfalls darin braten. Das Bohnengemüse mit den Tomaten ablöschen, mit Salz, Pfeffer sowie Bohnenkraut würzen und zugedeckt ca. 15 Minuten schmoren lassen.


4) Rehrücken in ca. 2 cm dicke Scheiben schneiden, final salzen, mit Kartoffeln und Tomaten-Speckbohnen-Sauce servieren.

  • Michaelas Tipp: Das verwendete Wildgewürz enthält kein Salz, damit das Wildfleisch beim Braten schön saftig bleibt. Erst nach dem Garen optional das Fleisch mit etwas Salz anrichten.

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