Ziegenkäse Tarte mit Birne
Herzhafte Galette mit Rote-Bete-Mürbeteig
Knuspriger Rote-Bete-Mürbeteig, cremiger Ziegenkäse, süße Zwiebeln und saftige Birne: Diese herzhafte Tarte, auch Galette genannt, sieht aus wie vom Bäcker und ist trotzdem überraschend einfach gemacht.
Was eine Galette ist? Eine Galette ist eine rustikale Tarte ohne Form. Der Teig wird ausgerollt, belegt und der Rand einfach locker eingeschlagen. Wenn eine Stelle einreißt, gehört das zum Charme.
Genau deshalb ist die Galette perfekt für alle, die Mürbeteig bisher gescheut haben: Hier darf es unperfekt aussehen und wird trotzdem wunderschön.
Ich muss den Teig einfach feiern. Der Mürbeteig mit Roter Bete färbt sich leuchtend rosa, wird beim Backen herrlich knusprig und schmeckt nach Butter, ohne dass man die Rote Bete als Gemüse erkennt. Ehrlich gesagt hätte ich den Boden auch pur gegessen. Wer Rote Bete bisher nicht mochte, wird hier überrascht sein. Als Hauptgericht mit Salat, als Vorspeise oder als Fingerfood für Gäste ist diese Ziegenkäse-Tarte ein echter Hingucker.
Zutaten für den Teig:
300 g Mehl
1/2 TL Salz
190 g gekochte, vakuumierte Rote Bete (püriert)
190 g kalte Butter
2 TL Apfelessig
2 EL kaltes Wasser
1 Ei zum Bestreichen
Zutaten für die Ziegenkäse-Creme:
120 g Ziegenfrischkäse
75 g Crème light
1 kleine Knoblauchzehe, fein gepresst
Salz und Pfeffer
Zutaten für die Füllung:
2 Zwiebeln
1 EL Butter zum Anbraten
1 Birne
1 Handvoll Pinienkerne
Frische Küchenkräuter nach Wahl
Portion: 4 Portionen
Aufwand: mittel Der Teig muss kühlen, am besten über Nacht, die aktive Arbeitszeit ist aber gering.
Nährwerte: mittel Rustikales Essen ist gut für die Seele, nicht zwangsläufig für die Figur, und das ist auch gut so.
Michaelas Meinung: Ich bin selten von einem Gericht so angetan und glaube, mein Standard-Rezept für einen Mürbeteig nun endlich gefunden zu haben.
Anleitung:
1) Die Rote Bete fein pürieren. Mehl und Salz mischen und die kalte Butter in Würfeln dazugeben. Rote-Bete-Püree, Apfelessig und kaltes Wasser rasch einkneten. Der Teig darf nicht warm werden.
2) Den Teig in Frischhaltefolie wickeln und mindestens 2 Stunden, am besten über Nacht, kühlstellen.
3) Die Zwiebeln in feine Streifen schneiden und in Butter bei mittlerer Hitze langsam weich und goldbraun anbraten, dann abkühlen lassen. Die Pinienkerne in einer trockenen Pfanne ohne Fett goldbraun rösten und im Auge behalten, denn sie werden schnell dunkel. Die Birne in dünne Spalten schneiden.
4) Für die Creme Ziegenfrischkäse, Crème light und Knoblauch glatt verrühren und mit Salz und Pfeffer abschmecken.
5) Den Teig auf einer bemehlten Fläche ausrollen und auf ein Backblech mit Backpapier legen. Den Teig mit der Creme bestreichen und dabei etwa 3 cm Rand freilassen. Die Zwiebeln darauf verteilen und mit den Birnenspalten belegen.
6) Den Rand über die Füllung einschlagen, leicht andrücken und mit verquirltem Ei bestreichen. Bei 180 Grad etwa 25 Minuten backen. Kurz vor Ende der Backzeit oder direkt danach mit Pinienkernen und frischen Küchenkräutern bestreuen.
7) Warm oder kalt servieren, beides schmeckt ausgezeichnet.
Michaelas Tipp: Mürbeteig ist ein Teig aus Mehl, kalter Butter und ganz wenig Flüssigkeit. Anders als Hefeteig wird er nicht lange geknetet. Je kürzer ihr ihn bearbeitet, desto zarter und knuspriger wird er. Die kalte Butter bleibt in kleinen Stückchen im Teig und schmilzt erst im Ofen. Dabei entstehen winzige Hohlräume, die den Teig mürbe und knusprig machen. Wird der Teig dagegen warm, schmilzt die Butter vorher und der Teig wird zäh oder klebrig. Deshalb gilt: Alles kalt halten, rasch arbeiten und den Teig ausreichend kühlen.







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