Ein Leben ohne Soziale Medien

Worauf der Fokus im Online-Business liegen sollte

Die Nutzung von sozialen Medien nimmt seit dem Aufstieg von Facebook Mitte der 2000er Jahre stetig zu. Die Corona-Krise hat den Plattformen noch zu einem zusätzlichen Aufschwung verholfen und laut dem „Digital 2021“ Jahresbericht von Hootsuite, nutzen heutzutage mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung (53 Prozent) die Sozialen Medien.


Doch wie lebt es sich – aus Sicht eines Unternehmers – ohne soziale Medien?


In diesem Blogartikel erfährst du, wie & warum ich meinen Schwerpunkt in 2022 auf andere Marketing-Kanäle lege.

 

Wo ein Trend ist, da ist auch ein Gegentrend. So findet Achtsamkeit immer mehr Anklang in einer Welt, in der die Digitalisierung Prozesse beschleunigt und viele von der Schnelllebigkeit der heutigen Zeit überfordert sind.

Nachhaltiger Content für meine Nutzer
Umgemünzt auf die sozialen Medien fällt auf, dass mehr Online-UnternehmerInnen weg von Facebook, Instagram & Co möchten. Inklusive mir.

Die ständige Präsenz ist äußerst zeitaufwendig und nicht sonderlich nachhaltig. Was ich damit meine? Als Influencer verbringe ich gut 2,5 Stunden täglich an meinem Social Media Auftritt. Zeit, die ich auch anders nützen könnte.


Zum einen, da sich meine gesponserten Beiträge in Grenzen halten und ich wenig Geld damit verdiene. Zum anderen, da der Content quasi „verloren“ geht und ein paar Tage später oft schon wieder vergessen ist. Viel länger als Instagram Stories, in denen Video- und Fotostrecken nur 24 Stunden lang zu sehen sind, bleiben die Beiträge in der Timeline/im Feed auch nicht präsent. Im Gegensatz dazu sind Blogbeiträge auch nach Jahren über Suchmaschinen auffindbar, was für regelmäßigen Traffic sorgt.

Sofern sich jemand für einen Sellerie-Apfel-Salat interessiert, wird er je nach SEO-Ranking auf meinen Blog weitergeleitet. Genau: auf MEINEN Kanal. Ich bezahle eine Domain- und Hosting-Gebühr und bin daher nicht abhängig von einer fremden Plattform. Nutzungsbedingungen können sich nicht über Nacht ändern und meine Beiträge unterliegen keinem Algorithmus, der nach belieben filtert und Texte für meine Nutzer ausblendet.


Klar. Soziale Medien haben auch ihre Vorteile und je nach Business, kann es genau das Richtige für jemanden sein. Ein zweites Standbein und Zugang zu eigenen Leads würde ich aber immer empfehlen.

 

Da mein Instagram-Account über Nacht gesperrt wurde, musste ich meine Erkenntnisse auf die harte Tour lernen. (Genaueres findest du in diesem Blog-Artikel) Nichtsdestotrotz ein wichtiger Prozess und essenziell für (m)ein nachhaltiges Online-Wachstum.


Hier meine Top-3-Alternativen zu Social-Media-Marketing:

Ein Blog währt langfristig

  • Blog. Ein Blog erlaubt tiefere Einblicke in die Unternehmenskultur und erzeugt mehr Vertrauen beim Nutzer. Während ein Posting auf Instagram & Co immer nur isoliert gesehen wird, kann sich der Nutzer auf meiner Website ein genaueres Bild verschaffen. Zudem bin ich von keinem Algorithmus abhängig, der die Aufmerksamkeit meiner Zielgruppe steuert und meinen Kanal von heute auf morgen schließen kann. Auf dem Blog bestimme ich die Spielregeln.

  • E-Mail-Marketing. Ein oftmals unterschätzter Punkt ist das E-Mail-Marketing. Obwohl ich jeden Tag als allererstes mein E-Mail-Postfach checke, ist diese Maßnahme auch bei mir lange Zeit auf der Strecke geblieben. Wie wichtig Mails in unserm Alltag sind belegen diverse Studien, wie „E-Mail für Dich 2.0“, die von WEB.DE in Auftrag gegeben wurde. Nach wie vor ist die E-Mail in allen drei DACH-Ländern der relevanteste Dienst im Internet – noch vor Instant Messenger, Online-Banking, Suchmaschine sowie soziale Netzwerke. Da ich meine Zielgruppe kenne, kann ich die Kundenansprache gezielt steuern. Statt die Nutzer mit SPAM Mails oder bunten Newslettern zu „nerven“, kann ich das Vertrauen stärken und mit wertvollen Tipps auf sie eingehen.

  • Mehrere soziale Medien. Egal ob beim Kapitalmarkt oder bei den sozialen Medien – es gilt ein Grundsatz: Risikodiversifizierung. Ein passendes Sprichwort dazu lautet: „Lege niemals alle Eier in einen Korb!“ Wenn man sich nicht nur auf einen Korb konzentriert, dann können auch niemals alle Eier zu Bruch gehen, sofern ein Korb runterfällt. Auch in der Social-Media-Welt sollte man sich daher nicht nur auf einen Kanal fokussieren. Dem Quasi-Monopol von Facebook, Instagram & Whatsapp bieten derzeit Twitter, LinkedIn, Pinterest, Youtube, Snapchat und TikTok die Stirn. Es gibt aber auch Plattformen wie Diaspora, in der jeder Nutzer laut eigenen Aussagen, die Daten selbst in der Hand hat.

 

Mein Fazit: Ich spreche beim Gegentrend von den sozialen Medien also nicht von einem kompletten Boykott. Für mich besteht der Gegentrend, dass ich den Fokus nicht mehr nur auf EINE einzige Plattform lege und das Risiko minimiere. Ein Gegentrend, der mir Zeit erspart und sich weg von der Kurzlebigkeit der heutigen Zeit bewegt.

Meine Projekte 2022

Für meine neue Strategie 2022 bedeutet das folgendes: Statt täglich eine breite Masse auf den sozialen Medien zu entertainen, will ich mit meinen Lesern über E-Mail-Marketing gezielter und tiefgründiger in den Austausch treten. Es geht mir um einen wohldosierten Austausch und keine Massenmails.


Ich erreiche vielleicht nicht mehr so viele Leute als ich das mit sozialen Netzwerken tat, dafür aber die Richtigen.

Für mich ging es immer darum, Menschen zu helfen und sie zu motivieren. Wie dieser Austausch vonstattengeht, ist mir dann eigentlich nicht mehr so wichtig.


Ich freue mich auf das Jahr 2022. Auf meine Ernährungs- und Kochworkshops mit Kunden vor Ort. Auf meinen allerersten Online-Kurs. Auf meine Reiseerfahrungen als Food-Nomadin und auf alles, was noch in der On- & Offline-Welt noch so auf mich warten mag.


Apropos intensiverer Austausch: Über ein Feedback würde ich mich sehr freuen. :)


Deine Michaela

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