27 bites in Schottland

I'm just here for the Porridge...

Das schottische Flair hatte schon immer eine besondere Faszination auf mich.


Ich assoziiere mit dem nördlichen Teil der Insel Großbritanniens eine malerische Landschaft, freundliche Menschen und eine geschichtsträchtige Vergangenheit.


Was mir ebenfalls in den Sinn kommt? Eine verregnete Kulisse, ein Dialekt den ich nicht mal ansatzweise erahnen kann und eine mittelprächtige Küche.

Ouch. Da hat wohl jemand nicht nur positiv behaftete Stereotype im Kopf...


Jemand - wie ich es bin - wollte der Insel allerdings eine faire Chance geben. Schließlich ist Schottland der Geburtsort meines Lieblings-Frühstücks: dem Porridge. Ein leckerer Haferbrei, der mir jeden Tag versüßt. Einen genaueren Einblick über unsere Reise durch Schottland hörst du hier im Podcast:


 

Klassiker der lokalen Küche:

Geographisch gehört Schottland zur Insel Großbritannien. Es wäre aber Unrecht die britische und schottische Küche zu vergleichen und über einen Kamm zu scheren. Die Küche Schottlands genießt einen guten Ruf. Ich bemerkte viele französische Einflüsse und zeigte mich begeistert von dem hochkarätigen Mix an frischen und regionalen Erzeugnissen.


Hier eine kleine Auswahl von Köstlichkeiten:


Snacks: Sandwich, Fish and Chips, ...

Hauptmahlzeit: Haggis (Fleischgericht aus dem Magen eines Schafes), Suppen wie Cullen Skink (aus Schellfisch), Bridie (Kleine Pastete mit Hackfleischfüllung), Scotch Scollops (allgemein für ein Stück Fleisch; von frz. Escalope) mit Kartoffeln, ... Süß: Cranachan (Schichtdessert mit Beeren, Haferflocken und Whiskey), Shortbread (Dicker Butterkeks), Scones mit Clotted Cream und Marmelade, Käsevariationen, Tablet (Art Karamell aus Zucker, Milch & Butter)

Drinks: Whiskey, Schwarzer Tee mit Milch, Bier / Lager, Cider (Apfelwein), ...


Vor meiner kulinarischen Reise war ich etwas skeptisch. Dann dachte ich an mein geliebtes Porridge und war positiv gestimmt. Ich freute mich auf die Haferbrei-Variation Schottlands und war gespannt, was mich noch so alles erwartet.

Modern Cuisine in Schotland

...und siehe da: Ich fand gefallen an der Küche vor Ort.


Ich spreche vor allem von der modernen schottischen Küche, die von internationalen Einflüssen geprägt ist. Dank den politischen Beziehungen zu Frankreich und der starken Verflechtung zum asiatischen Raum, bekommen lokale Erzeugnisse wie Kartoffel, Rote Bete, Fisch oder Fleisch mehr Raffinesse einverleibt.


Eine internationale Hommage. Ein Meisterwerk, das nur durch Zusammenarbeit verschiedener Kulturen bewerkstelligt werden kann.


Klar: auch hier gibt es Fish&Chips sowie "Klassiker" der britischen Küche. Summa summarum fällt mir aber ein höheres Bewusstsein für Agrar-Produkte und ein exzellenter kulinarischer Standard auf.


Michaelas-Must-Try: Meine Küche hat keinen schottischen Touch allerdings fühle ich mich mit dem Porridge stark verbunden. Hier meine Variation als überbackenen Hafer-Auflauf.

Die schottische Küche hat erstmal nicht viel mit der englischen Küche gemein.
 
  • Michaelas Video-Message: In meinem TikTok Video sieht du eine kleine Summary über die lokale Küche.

  • F&B Angebot: In der schottischen Hauptstadt Edinburgh gibt es sehr gute Restaurants. Besonders die Anzahl an Pups ist außergewöhnlich hoch.

  • Essenszeiten: Frühstück (7:00 - 9:00): Typisch schottisch wird meist nur am Wochenende geschlemmt mit Orangensaft, Tee, Kaffee, Toast, Ham&Eggs, Würstchen, Baked Beans sowie Porridge. (sehr ähnlich dem "British Breakfast") Mittagessen (12:00 - 14:00): Beliebt sind schnelle Snacks wie Sandwich oder Fish&Chips. Teatime (16:30 - 18:30 Uhr): Auch in Schottland hat sich die Teekultur eingebürgert. Legendär mit schwarzem Tee und Milch werden Süßgebäck / Sandwiches gereicht. Abendessen (18:30 - 20:00): Eine üppige Mahlzeit mit Fleisch, Fisch oder Wild.

  • Price-performance ratio: Schottland gilt generell als ein teures Reiseland. Kosten für Lebensmittel und Sprit sind mit deutschem Standard vergleichbar. Die Preise für Unterkünfte und Restaurant-Besuche sind teurer. Cappuccino in Amsterdam ca. 4 Eur. Cappuccino in Schottland ca. 5 Eur.

Auffallend vor Ort:

  1. Auf dem Weg durch die Highlands sieht man auffallend viele Rinder und Schafe. Diese genießen einen ausgezeichneten guten Ruf: sicherlich sagt dir das bekannte Angus Beef etwas?! ;)

  2. Das üppige Frühstück besteht aus 3 Gängen: Zuerst wird Fruchtsaft mit Porridge oder Cerealien gereicht. Danach folgt eine Eierspeise mit Würstchen, Haggis, Tomaten, Champignons und Kartoffeln. Zum Abschluss gibt es Toast mit gesalzener Butter, Marmelade, Tee oder Kaffee..

Hospitality

Scottish Salmon

Hier werden die Scones noch selbstgemacht und die Küche überzeugt mit bodenständigen, aber äußerst leckeren Gerichten. Vor allem an einem sonnigen Tag bietet die kleine Terrasse vor dem Kaffee super Sitzmöglichkeiten für einen einen kurzen Stopp im idyllischen Pitlochry. Ich wählte einer Eierspeise mit schottischem Lachs. Super lecker.


Derzeit gibt es in Schottland 10 Restaurants mit einem Michelin-Sterne-Rating Liste. In der Hauptstadt Edingburgh testen wir eines davon, das einer kulinarischen Reise durch Schottland alle Ehre macht. Extravagante Komponenten aus dem japanischen Raum wie Togarashi oder Chawanmushi werden mit vertrauteren Zutaten wie Heilbutt, Meerforelle, Yorkshire-Rhabarber, Spargel, etc. kombiniert. Verwendet wird das, was gerade Saison hat. Kulinarik auf höchstem Niveau.

High Tea im Schloss

Wer Schottland mit all seinen Sinnen erleben möchte, dem ist ein Besuch in einem verzauberten Schloss nahezulegen. Wir fanden unseren elegant-mystischen Lieblings-Platz im Inverlochy, nahe Fort William. Von hier aus ist das Südufer von Loch Ness sowie der Glenfinnan-Viadukt (bekannter Eisenbahnviadukt aus Harry Potter) gut zu erreichen.

Das Schloss selbst bietet in einer

weltentrückten Lage royalen Komfort. Besonders angetan war ich vom sagenhaften Frühstück, dem vornehmen High Tea und leckeren Cocktails punktet.


 
  • Mein Fazit: Ich kam wegen dem Porridge. Ich fand Gefallen an dem modernen Twist von lokalen Erzeugnissen und Beim-In-Erinnerungen-Schwelgen werde ich an die malerischen Highlands und den charmanten Dialekt denken.


Hinweis: Den Aufenthalt vor Ort mit Unterkunft, Eintrittsgeldern und Essen habe ich selbst bezahlt. Darauf beziehen sich meine Empfehlungen & Tipps. Dieser Artikel unterliegt keiner Kooperation.

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